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Der Spielmannszug Oedelum wurde Anfang des
Jahres 1963 als Sparte des Schützenvereins gegründet.
Den Anstoß dazu gab der
musikbegeisterte spätere Tombour-Major Reinhard Ohms, nachdem
im Fahnenschrank der Oedelumer Vereine Trommeln gefunden wurden. Diese
stammten von dem Spielmannszug der Feuerwehr Oedelum, der vor dem 2.
Weltkrieg bestanden hatte.
Zu Beginn fanden sich zwischen 15 und 20
Jugendliche zusammen. Nach den ersten Übungstagen, die in
Räumen des Landwirts Backmeister stattfanden, schrumpfte der
Verein auf 11 Spielleute, die für die nächsten Jahre
den Stammzug bildeten.
Es waren: Reinhard Ohms, Jörg Stürzel, Helmut Loges,
Manfred Severith, Gerhard Höttcher, Hans-Herbert Bleckmann,
Klaus-Ulrich Raulfs, Rolf Otto, Karl Werner Fricke, Klaus-Werner Heise
und Helfried Eichholz.
Das erste erlernte Lied "Ich
hatt´ ein Kameraden" wurde zu Ehren des im November 1963
ermordeten Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F.
Kennedy, erstmals gespielt.
Dem Schützenverein Oedelum stellte
sich der Spielmannszug auf der Generalversammlung 1964 vor und auf dem
Schützenfest '64 in Soßmar trat der Zug mit einem
Repertoire von 3 Märschen erstmals in der
Öffentlichkeit auf.
Als Ausbilder fungierte in der Anfangsphase
Tambour-Major Reinhard Ohms, der seine selbstangeeigneten
Fähigkeiten den Spielleuten vermittelte. Nachdem zwei
Kameraden des Spielmannszuges Söhlde und später des
Spielmannszuges Vöhrum als Ausbilder verpflichtet wurden,
stieg das Niveau des Oedelumer Spielmannszuges. Etwa zur gleichen Zeit
wurde das Üben im Oedelumer Sportheim durchgeführt.
In dem Obmann des Spielmannszuges fand sich
zudem ein vortrefflicher im Umgang mit Jugendlichen erfahrener
Gesamtleiter, ohne den der Bestand des Zuges gefährdet gewesen
wäre. Der Arbeit von Karl Berger ist es zu verdanken,
daß der Zug über die Grenzen der Landkreise
Hildesheim und Peine hinaus bekannt wurde.
Als größte Erfolge sind
der 7. Platz bei der 5. Deutschen Jugendmeisterschaft der Spielmanns-,
Fanfaren- und Hörnerzüge 1973 in Eldagsen und der 6.
Platz in der Herrenklasse bei der Niedersachsenmeisterschaft 1974 in
Langenhagen anzusehen.
Besondere Beziehungen bestanden zwischen
dem Spielmannszug Oedelum und der niederländischen Drumband
"Gruno Poorters". Seit dem ersten Zusammentreffen bei der Deutschen
Jugendmeisterschaft 1973 fanden mehrtägige Besuche und
gemeinsame Konzerte in Groningen und Oedelum statt.
Mehrtägige Fahrten führte
der Spielmannszug auch nach Österreich (Radstatt und
Salzburg), Belgien (Antwerpen), Bayern (Winkelmoosalm), Fehmarn (Burg),
Papenburg sowie Carolinensiel durch.
Nachdem der bisherige Obmann Karl Berger
aus beruflichen und privaten Gründen 1993 nicht mehr aktiv
seinen Posten bekleiden konnte, übernahm der jetzige 1.
Vorsitzende Hans-Georg Offen dieses Amt.
Er aktivierte ehemalige
Leistungsträger und setzte zudem voll auf jugendliche
Spielleute. Dieses Konzept ging auf und der Spielmannszug Oedelum
erlebte einen enormen Aufwärtstrend.
Im Jahre 1997 trennte sich der
Spielmannszug vom Schützenverein Oedelum und ist seitdem ein
eigenständiger Verein mit 65 aktiven und zahlreichen passiven
Mitgliedern.
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